Ziele und Leitbild

Welche Ziele hat das Schutzbündnis?

Die Initiativen, Vereine, Verbände, Parteien und Einzelpersonen, die sich im „Schutzbündnis Tier und Umwelt Landshut“ zusammengeschlossen haben, setzen sich ein für einen respektvollen Umgang mit Nutztieren als Teil der Schöpfung.
Landwirtschaftliche Nutztiere sind Mitgeschöpfe und Teil unseres Lebens. Das verpflichtet Landwirte sowie die Gesellschaft, den Bedürfnissen der Tiere mittels tierfreundlicher Haltungs- und Fütterungsformen, sowie ihrer Unversehrtheit (kein Schwänze kupieren, Schnäbel kürzen, Enthornen etc.) gerecht zu werden. In Gesundheit und Wohlbefinden der Tiere kommt die Wertigkeit einer Landwirtschaftlichen Haltungsform zum Ausdruck. Ein würdevoller Umgang mit den Tieren muss das Ziel einer jeden Kulturgesellschaft sein. Dies setzt die Stärkung regionaler wirtschaftlicher Kreisläufe voraus, um so für Landwirte mit Tierhaltung die Abhängigkeit vom Weltmarkt zu verringern.
Wir sind als sogenannte Produzenten und Konsumenten nicht einem unveränderlichen System gnadenlos ausgeliefert, sondern wir sind allesamt Menschen, die mit ihren täglich getroffenen persönlichen Entscheidungen Verantwortung übernehmen für den Umgang miteinander, für den Umgang mit Nutztieren und für den Umgang mit den Allgemeingütern Wasser, fruchtbarer Boden und Luft.
Mehr hierzu in den Leitlinien-Stand-April2015

Wie kam es zur Gründung des Schutzbündnisses?

Seit im August 2014 die Erweiterungspläne des Schlachthofes in Landshut bekannt wurden, wird in der Landshuter Bevölkerung und in verschiedenen Organisationen darüber kritisch diskutiert. Dabei ging es nebst den mit der Vergrößerung des Schlachtkontingents einhergehenden Faktoren wie mangelhafter Tierschutz und Ausbeutung der Arbeiter in den Schlachtbetrieben auch um den Zusammenhang zwischen der Größe von Schlachtbetrieben und der Zunahme von Mastbetrieben vor allem aber nicht nur im nördlichen Landkreis Landshut. Durch die Mästung von Tieren in großer Zahl und auf engem Raum ergeben sich weitere negative Begleiterscheinungen, wie die Verschlechterung der Trinkwasserqualität im Landkreis Landshut, eine schleichende Verrohung der Menschen im Umgang mit Nutztieren, eine Zunahme von multiresistenten Keimen durch einen notwendig werdenden hohen Antibiotikaeinsatz als auch schädliche Auswirkungen auf Mensch und Umwelt in Drittländern auf Grund der Nachfrage nach (meist gentechnisch veränderten) Futtermitteln.

Dies alles führt bei vielen Menschen zunehmend zu Unbehagen und ethischen Konflikten. Sie fragen sich: „Kann ich angesichts des durch die Fleischerzeugung produzierten Tierleides und der anderen negativen Begleiterscheinungen noch mit gutem Gewissen Fleisch genießen?“

Das Bedürfnis, hier Wege aus der Sackgasse zu suchen, aufzuzeigen und zu bereiten hat dazu geführt, dass sich das „Schutzbündnis Tier und Umwelt Landshut“ gegründet hat.

Mehr hierzu finden Sie im

Positionspapier_Schutzbuendnis_Tier_und_Umwelt_Landshut