Veranstaltung „Glyphosat – raus aus der Giftspirale!“

Am Dienstag, den 3. Mai findet um 19.30 h  im Vilserwirt in Hohenthann (Rottenburger Straße 34) die Veranstaltung „Glyphosat – raus aus der Giftspirale!“ statt.  Dazu kommt MdB Harald Ebner aus Baden-Württemberg, Sprecher für Gentechnik und Bioökonomiepolitik der grünen Bundestagsfraktion, zu uns. Dabei sein wird auch Thomas Gambke (MdB )und Rosi Steinberger (MdL).

Im März 2015 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Glyphosat als „wahrscheinlich krebserzeugend bei Menschen“ eingestuft. Die Konsequenz aus dieser Einstufung kann nur sein: sofortiges Verbot. Das verlangt die EU-Gesetzgebung. Zum einen ist die Einstufung als „krebserregend“ ein absoluter Verbotsgrund, zum anderen gebietet das Vorsorgeprinzip, dass die Behörden bereits dann tätig werden müssen, wenn der letzte Beweis für die Gesundheitsschädlichkeit eines Stoffes noch nicht vorliegt. Ein Verbot ist umso dringlicher, als Glyphosat das meist eingesetzte Spritzmittel der Welt ist und Menschen ihm nicht ausweichen können.

Im Juni 2016 läuft die EU-weite Genehmigung für das Pestizid Glyphosat aus. Nachdem bei einer Probeabstimmung Anfang März nicht genügend Stimmen für die Wiederzulassung für weitere 15 Jahre zusammen gekommen sind, hat die EU-Kommission die Entscheidung über die Wiederzulassung auf April oder Mai vertagt.

Glyphosat ist das weltweit meistverkaufte Unkrautvernichtungsmittel und in Europa das am weitesten verbreitete Herbizid. Es wird in Deutschland auf 40 Prozent der Ackerflächen eingesetzt, zudem in Parkanlagen, auf Bahngleisen und in Gärten. Glyphosat tötet alle Pflanzen ab, die mit ihm in Kontakt kommen, es sei denn, die Pflanze ist entsprechend gentechnisch verändert. Die Auswirkungen direkt auf die Ackerflora und indirekt auf die Ackerfauna sind groß: Weniger Wildpflanzen auf und neben den Ackerflächen bieten weniger Lebensraum für weniger Insekten. Und diese sind die Hauptnahrung für andere Tiere wie etwa Vögel; die biologische Vielfalt nimmt mit dem vermehrten Einsatz von Glyphosat ab. 30 Prozent aller Vögel der Agrarlandschaft stehen bereits auf der Roten Liste der bestandsbedrohten Tierarten.

Glyphosat ist für einen nachhaltigen  Ackerbau nicht notwendig, sondern lediglich ein Mittel zur weiteren Industrialisierung der Landwirtschaft. Landwirte haben Alternativen zum Glyphosat-Einsatz, wie eine Studie des dem Landwirtschaftsministerium unterstellten Julius-Kühn-Instituts belegt. Ackerbau mit dem Pflug oder „Grubber“ bekämpft wirkungsvoll unerwünschte Pflanzen auf dem Acker.