Dissertation von Tanya Reymann: Vergleichende Überprüfung des Tierschutzes in Schlachthöfen

An bayerischen Schlachtbetrieben endet die Reise des Schweins oft qualvoll. Im Frühjahr 2016 veröffentlichte das Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) eine Studie, die einen Einblick in die Schlachterbranche gewährt, so brutal und nah, wie es ihn in Bayern nie zuvor gab. Die Doktorandin Tanya Reymann untersuchte von Januar 2014 bis Januar 2015 zwanzig große bayerische Schlachthöfe. Dabei stellte sie fest, dass Schlachtbetriebe zahlreich gegen gesetzliche Vorgaben verstoßen. Bei jedem vierten elektrisch betäubten Schwein kam es zu Problemen. Schweine erlitten etwa heftige Stromstöße und wurden dem Risiko ausgesetzt, bei der Schlachtung den Todesstich in die Halsschlagader mitzuerleben.

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