Reserveantibiotika bleiben in der Tiermast erlaubt

Die Menge der in der Tiermedizin abgegebenen Antibiotika ist in Deutschland im Jahr 2020 wieder angestiegen. Wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) mitteilt, wurden insgesamt 701 Tonnen Antibiotika an Tierärzte abgegeben – 31 Tonnen mehr als im Vorjahr (plus 4,6 %).

Die in der Tiermast verabreichten Antibiotika (Reserveantibiotika), die bei Menschen erst dann eingesetzt werden, wenn andere schon nicht mehr wirken, dürfen nicht in der industriellen Tierhaltung verwendet werden.

Die Politik muss alle Möglichkeiten nutzen, um die Wirksamkeit von Reserveantibiotika sicherzustellen und die Resistenzentwicklung zu bremsen. Leider hat das Europäische Parlament am 15. September 2021 abgelehnt, wichtige Antibiotika konsequent für Menschen zu reservieren und ihren massenhaften Einsatz in der industriellen Tierhaltung umfassend zu verbieten.

Das ist ein Fehler, denn Resistenzen gegen lebensrettende Antibiotika sind eine der größten Bedrohungen für die Gesundheit der Menschen – und diese werden durch den massenhaften Einsatz dieser Mittel in der industriellen Tierhaltung weiter zunehmen.

Wenn der massive Einsatz von Antibiotika in der Tiermast nicht gebremst wird und weiterhin die Reserveantibiotika auch dort weiter eingesetzt werden, dann können weitere Pandemien auf uns zukommen.

Siehe auch: https://www.tagesschau.de/ausland/europa/reserveantibiotika-tiermast-101.html

Bayerns Grundwasser retten!

(Pressemitteilung Grüne Fraktion Bayern)

Ein Anfrage-Paket der Landtags-Grünen legt die Grundwasserprobleme in ganz Bayern offen und zeigt, dass die bisherigen Maßnahmen der Söder-Regierung nicht greifen.

In Niederbayern konzentrieren sich die Grenzwertüberschreitungen bei Nitrat auf die intensiv landwirtschaftlich genutzten Bereiche der Lkr. Rottal-Inn, Straubing-Bogen, Landshut, Deggendorf und Dingolfing-Landau. Der Spitzenwert wurde bei Thalham/Zeiling im Lkr. Landshut gemessen. Er liegt mit 110mg/l Nitrat mehr als doppelt so hoch wie der Grenzwert.
Von den 39 niederbayrischen Messstellen mit Werten über 37,5mg/l Nitrat zeigten 12 (30%) eine Zunahme der Nitrat-Konzentration in den letzten drei Jahren.
Bei den Pestiziden spielt in Niederbayern immer noch das längst verbotene Herbizid Atrazin und sein Abbauprodukt eine große Rolle. Der Spitzenwert wurde bei Eggenpoint im Lkr. Landshut mit 0,76µg/l ermittelt. Insgesamt wurde an 33 Messtellen in Niederbayern in den letzten drei Jahren eine Grenzwertüberschreitung bei Pestiziden festgestellt, so viel wie in keinem anderen Regierungsbezirk.

Rosi Steinberger, Sprecherin für Verbraucherschutz und Vorsitzende des Umweltausschusses des Bayerischen Landtags: „Es ist wichtig, die Hauptverursacher, nämlich intensive Tierhaltung und intensiven Ackerbau zu benennen. Leider werden nur halbherzige Maßnahmen ergriffen, die dem drängenden Problem nicht gerecht werden.“

Den vollständigen Artikel finden Sie hier.

Podiumsdiskussion: Sorge um Zustand und Zukunft von Grund- und Trinkwasser

Die „Interessengemeinschaft Gesundes Trinkwasser – Hohenthann“ (IGGT) veranstaltet am 13.09.2018 um 19.00 Uhr im Brauereigasthof in Hohenthann eine Podiumsdiskussion.

Zur Veranstaltung sind die Direktkandidaten für die bayerische Landtagswahl 2018 aus dem Wahlkreis 204 – Landshut von CSU, SPD, FW, Bündnis 90 / Die Grünen, FDP, ÖDP, Die Linke, Bayernpartei und AfD eingeladen.

Wir wollen von Ihnen erfahren:

Was tun die bayerischen Politikerinnen und Politiker und ihre Partei  in Zukunft für eine Verbesserung der Situation?

Eine Zusage ist, bis auf die AfD, von allen Parteien eingegangen.

Die IGGT freut sich über regen Besuch!

Grundwasser braucht Atempause und Chance auf Erholung. Berichte in der LZ vom 15.05.2018

Landshuter Zeitung vom 15.05.2018
Landshuter Zeitung vom 15.05.2018

Die industrielle Landwirtschaft, speziell die Massentierhaltung, zerstört auf Dauer unser Grund- und Trinkwasser.

Mit einer Blitzkamera-Aktion hat das Schutzbündnis auf die katastrophale Situation aufmerksam gemacht. Über diese Technik wurde der Text „Massentierhaltung im Landkreis Landshut zerstört unser Trinkwasser“ auf vier Objekte projiziert. Darunter waren das Bundeskanzleramt in Berlin, das Landratsamt Landshut, das Rathaus Hohenthann und das Futtersilo eines Schweinemastbetriebs.

Die Landshuter Zeitung berichtete am 15.05.2018 über die Pressekonferenz über das Trinkwasser und die Massentierhaltung im Landkreis Landshut sowie über die Blitzkamera-Aktion.