„Erfüllungsgehilfe eines Konzerns?“ (Landshuter Zeitung, 02.08.2016)

Wir, das Schutzbündnis Tier und Umwelt kritisieren die Stadt Landshut in Sachen VION:

Wir fordern die Stadt auf, sich nicht länger hinter den Schlachthofbetreiber zu stellen und sich zum Erfüllungsgehilfen von Konzerninteressen zu degradieren, sondern ihrer Pflicht nachzukommen und das Recht der Bevölkerung auf Information und Verbraucherschutz zu wahren.

Lesen Sie den gesamten Bericht hier in der Landshuter Zeitung vom 02.08.2016 (pdf)

Landshut soll ihre Geheimhaltungspolitik endlich überdenken (29.07.2016)

Die Aussagen der Stadträtin Elke März-Granda’s haben sich bestätigt:

„Bereits vor einem Jahr hat ÖDP Stadträtin Elke März-Granda die Zustände im hygienischen Bereich und beim Tierschutz im Landshuter Schlachthof kritisiert. Sie war die einzige Stadträtin, die den Mut hatte, die skandalösen Zustände in der Öffentlichkeit anzusprechen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Partei.

„Ich habe es ganz extrem als einen demokratischer Verstoß empfunden, nicht nur, weil es darauf basiert, dass es möglicherweise es im Hygiene- und im Tierschutzbereich Verstöße gibt, sondern in dem Moment, in dem ich Kritik bei einem Großkonzern anbringe und so mundtot gemacht werde. Dann muss ich mich fragen, was darf ich in einer Demokratie überhaupt noch sagen.“ so März-Granda im BR Funkstreifzug.

Foto_Elke_März-GrandaIhre Bezeichnung der Vorfälle als „eklatante Verstöße“ kam ihr teuer zu stehen. Denn daraufhin wurde sie mit einem Ordnungsgeld bis zu 250.000 Euro bzw. einer Haftandrohung von einem halben Jahr per Gerichtsbeschluss mundtot gemacht. (wir berichteten)

„Die Geschichte der Stadträtin zeigt, wie Vion, der Betreiber des Landshuter Schlachthofes, mit Kritikern umgeht. OB Hans Rampf war über die Vorfälle informiert. Er sah es für nicht notwendig, damit an die Öffentlichkeit zu gehen. Jeglicher Versuch von Stadträten die Vorgänge öffentlich zu diskutieren, wurden von der Stadtspitze strikt abgelehnt“, so die ödp.

Die vollständigen Berichte finden Sie auf folgenden Seiten: Wochenblatt, Gumola, Rundschau24 und im BR Funkstreifzug.

 

Süddeutsche Zeitung: Tierquälerei und Ungeziefer auf niederbayerischem Schlachthof (27.07.2016)

Schlachthof Vion Landshut
Bild: BR
  • Im Landshuter Schlachthof Vion gibt es erhebliche Mängel beim Tierschutz, Schweine wurden nicht zuverlässig getötet.
  • Mitarbeiter überschreiten regelmäßig die Höchstarbeitszeit von zehn Stunden am Tag. Ebenso gibt es hygienische Mängel, wie etwa Schaben.
  • Die Stadt Landshut weiß von den Zuständen, auch das Landsratsamt und die Regierung von Niederbayern – die Bevölkerung wird aber nicht informiert.

Den vollständigen Bericht der Süddeutschen Zeitung lesen Sie hier:

http://www.sueddeutsche.de/bayern/verbraucherschutz-tierquaelerei-und-ungeziefer-auf-niederbayerischem-schlachthof-1.3097244

Jahrelang Gesetzesverstöße und Hygienemängel im Landshuter Schlachthof VION (27.07.2016)

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Bild: BR

Einer der größten bayerischen Schlachthöfe hat jahrelang immer wieder gegen Vorschriften und Gesetze in den Bereichen Arbeitsrecht, Tierschutz und Hygiene verstoßen. Laut Unternehmensangaben wird das Fleisch an regionale Metzgereien, die Gastronomie sowie den Lebensmitteleinzel- und großhandel verkauft. Nach Informationen von BR Recherche und Süddeutscher Zeitung zeigt sich nun, dass der Schlachthof jahrelang Vorschriften und Gesetze in den Bereichen Arbeitsrecht, Tierschutz und Hygiene nicht eingehalten hat:

Die Höchstarbeitszeiten von 10 Stunden am Tag wurden regelmäßig eklatant überschritten und „die Überschreitung von Arbeitszeiten betrifft nicht nur Einzelfälle, sondern die Unterlagen (…) dokumentieren, dass das System hat. (…) Wenn aber Arbeitszeitverstöße wiederholt und beharrlich vorkommen, dann sind wir hier schon im strafrechtlichen Bereich“.

Alle 10 Sekunden soll im VION Schlachthof ein Schwein gestochen werden. Doch „es passiert, dass ein Schwein nicht gestochen wird, weil die Leute müde sind.“ Den vollständigen Bericht können Sie hier abrufen.

Die Sendung „Kontrovers“ des Bayerischen Rundfunks berichtet ebenfalls über die katastrophalen Zustände bei VION. Der Bericht wurde am 27.07.2016 ausgestrahlt und ist in der Mediathek abrufbar.

Hier finden Sie alle Sendungen des BR, die über den Schlachthof Landshut berichten.

Hier finden Sie einen Bericht aus dem Landshuter Wochenblatt über den Schlachthof Skandal (27.07.2016)

BR Sendereihe „Jetzt mal ehrlich“ berichtet über das Schlachthofsterben in Bayern

Das Bayerische Fernsehen war zu Besuch in Landshut. Rainer Maria Jilg berichtet über das Schlachthofsterben in Bayern und die daraus resultierende Erweiterung des Schlachtbetriebes in Landshut.

Interviewpartner sind u.a. Kathy Mühlebach-Sturm und Konrad Haberberger, sowie Elke März-Granda, die sich vor einigen Monaten gegenüber Vion, dem Betreiber des Schlachthofes, kritisch geäußert hat.

Ausstrahlung ist am Montag, den 16.11.2015 um 20:15 im BR

Mehr Informationen zu dieser Sendereihe erhalten Sie unter: http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/programmkalender/ausstrahlung-503290.html