Solidarische Landwirtschaft

Was bedeutet Solidarische Landwirtschaft (Solawi)?

Verbraucher und Erzeuger schließen sich zusammen zu einer Wirtschaftsgemeinschaft (Solawi) und sichern dadurch langfristig die wirtschaftliche Grundlage des Erzeugers, von dem sie ihre landwirtschaftlichen Erzeugnisse wie Gemüse,  Kartoffel, Milchprodukte oder Fleisch bekommen – das ist die Grundidee der Solidarischen Landwirtschaft.

Die Vorteile für die Verbraucher sind dadurch kurzgesagt:
– qualitativ hochwertige frische Nahrungsmittel
– Transparenz über Anbau und Erzeugung
– Einflussmöglichkeit auf Bewirtschaftungsformen, Tierhaltung etc.
– Erfahrungsräume und Bildung durch die Möglichkeit sich Wissen zu erwerben, evtl. auch durch Mitarbeit

Die Vorteile für die Landwirte/innen sind kurzgesagt:
– Planungssicherheit und die Möglichkeit der Unterstützung
– ein gesichertes Einkommen, so dass sie sich einer gesunden Form der Landwirtschaft / Tierhaltung widmen können und so wieder mehr Freude an der Arbeit haben
– es werden kaum mehr Lebensmittel weggeworfen, da Handelsnormen keine Rolle mehr spielen.

Um nun im Landshuter Raum auch eine Solidarische Landwirtschaft entstehen zu lassen suchen wir Verbraucher die bereit / interessiert sind sich daran zu beteiligen. Wenn Sie Interesse haben melden Sie sich bitte bei Klaus Karg unter der E-Mail klaus.karg@kabelmail.de. Geben Sie auch an, an welchen Produkten Sie interessiert sind (Gemüse, Obst, Kartoffel, Brot, Getreide, Milch/ -produkte oder Fleisch). Ebenso können Sie sich melden, wenn Sie sich als Landwirt / Gärtner vorstellen können den wichtigen Teil des Erzeugers zu übernehmen .
Weitere Informationen hierzu unter :  www.solidarische-landwirtschaft.org

„Neue Bauernregeln“ – Bauern werfen Umweltministerin Hendricks Mobbing vor

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hat mit einer PR-Kampagne ihres Ministeriums einen Koalitionskrach ausgelöst. Ministerkollege Christian Schmidt (CSU), zuständig für Landwirtschaft, fordert Hendricks in einem Brief auf, „die Kampagne sofort zu beenden und sich für den entstandenen Schaden bei den Bäuerinnen und Bauern öffentlich zu entschuldigen“. Der Bauernverband sprach von einer „inhaltlichen Bankrotterklärung“.

Quelle: Spiegel online, Spiegel online Abruf am 11.02.2017

Hier der Link zur Sendereihe QUER des Bayerischen Rundfunks (ab Minute 20:20): BR – QUER – Interview mit dem Landwirtschaftsminister Schmidt

Podiumsdiskussion zu Vision und Wirklichkeit der modernen Schweinehaltung

Du armes Schwein(?)
„Mein Schnitzel zwischen Genuss und Gewissen“
mit
Georg Siegl, Pfarrkofen
Hubert Heigl, Kallmünz
Dr. Heinz Schweer, VION
Reinhard Gromotka, Tagwerk
Moderation: Petra Seifert
Freitag, 17.2.2017 um 19.30 Uhr im Vortragssaal der VHS Landshut

Liste der Verstöße gegen den Tierschutz im Landshuter VION Schlachthof

Anfrage zum Plenum der Abgeordneten Rosi Steinberger (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) vom 10.10.2016:
Welche Verstöße gegen das Tierschutzrecht wurden bei der Anlieferung von Tieren an den Schlachthof Landshut im Zeitraum 2015 – 2016 festgestellt und wie wurden diese im Einzelnen sanktioniert?
Das Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz antwortet mit einer

 

Unzuverlässige Betäubung der Schweine – Verstöße gegen Tierschutz an bayerischen Schlachthöfen – 11.12.2016

Ein Team aus Reportern der Süddeutschen Zeitung und BR Recherche hat einige der Betriebe entschlüsselt, die in einer Studie (Dissertation von Doktorandin Tanya Reymann) nur anonymisiert genannt wurden, darunter der Mottinger Hof (Motting bei Vilsbiburg) , der Bio-Schlachtbetrieb Chiemgauer Naturfleisch und die Schlachthof Augsburg GmbH. Die Recherchen zeigen, dass – entgegen der früheren Aussage des Bayerischen Verbraucherschutzministeriums – Betriebe nach wie vor Probleme mit der zuverlässigen Betäubung der Schweine haben. Am Montag räumte das Ministerium ein, dass auch bei den Nachkontrollen der Betriebe „vereinzelt erneut gravierende Mängel“ und im Ergebnis immer noch „geringgradige bis mittelgradige Gesamtmängel“ festgestellt worden sind.

Es ist beschämend,  dass auch ein Biofleischbetrieb wie die Fa. Chiemgauer Naturfleisch GmbH aus Trostberg/Oberbayern gravierende Verstöße bei der Betäubung der Tiere aufwies und diese anscheinend noch immer nicht beseitigt sind, weil ein Ordnungswidrigkeitsverfahren aktuell gegen diese Firma läuft.

Detaillierte Infos erhalten Sie hier:

„Wie in bayerischen Schlachthöfen Schweine gequält werden“ in der Süddeutschen Zeitung (07.12.2016)

Verstöße gegen den Tierschutz in bayerischen Schlachthöfen„, Bericht im Funkstreifzug, BR Podcast (11.12.2016)

 

 

 

Besuch bei Landwirt Patzinger in Stranz

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Am 31. Mai 2016 besuchten einige Mitglieder des „Schutzbündnis Tier und Umwelt Landshut“ den Landwirt Patzinger in Stranz, welcher als Schweinemäster erste Schritte eingeleitet hat, um sich vom Zwang zu befreien, immer billiger produzieren zu müssen, da dies auf Kosten von Mensch, Tieren und Umwelt gehe. So erhalten die Tiere mehr Platz als gesetzlich vorgeschrieben (20% – 30%) und sie werden gentechnikfrei und mit zusätzlichem Strukturfutter gemästet. Erkrankte Tiere erhalten Zeit zur Rekonvaleszenz, was bedeutet, dass sie bis zur Gesundung nicht zunehmen müssen. Der insgesamt bessere Gesundheitsstatus der Tiere führt dazu, dass nur geringste Mengen an Medikamenten und keine Futterantibiotika eingesetzt werden müssen. Geschlachtet werden die Tiere beim Metzger Baumann in Mallersdorf-Pfaffenberg. Die Tiere finden dort nach dem Transport eine Stallung vor, wo sie sich beruhigen und erholen können. Die stressfreie Schlachtung erhöht nach Aussage der Metzger die Qualität des Fleisches.

Diese Partnerschaft zwischen Metzgerei und Landwirt stellt für beide eine win-win-Situation dar, da die Qualität den Kunden überzeugt, so dass der Kundenstamm des Metzgers gefestigt wird und der Landwirt durch die bessere Bezahlung pro Tier mit weniger Tieren und mehr Tierwohl wirtschaftlich arbeiten kann.

Herr Patzinger beweist Mut, hier in Vorleistung einen eigenen Weg zu gehen. Am Ende dieses Weges könnte nach seiner Aussage evtl. der Biostandard erreicht werden. Nun aber ist erst der Verbraucher gefragt, der bereit ist, für das Mehr an Tierwohl den Mehrpreis von 5 C / 100g Fleisch zu bezahlen.

Mehr Info unter http://www.gerhardpatzinger.de/

Nach Meinung des Schutzbündnis Tier und Umwelt sollte auch für die Fleischproduktion ein mehrstufiges Qualitätssiegel eingeführt werden. Auch Klaus Müller, Chef der Verbraucherzentrale Bundesverband plädiert für mehr Transparenz an der Fleischtheke: Je artgerechter die Tierhaltung umso höher die Qualitätsstufe. Dann hätte der Verbraucher die Möglichkeit, sich beim Einkauf für eine artgerechtere Tierhaltung zu entscheiden und diese so zu fördern.

 

 

Niedrige Milchpreise gefährden Kleinbauern – nutzen Sie regionale Milchtankstellen

Zwei Drittel der deutschen Milchbauern halten weniger als 50 Kühe. Die niedrigen Milchpreise gefährden sie besonders. Viele werden es wirtschaftlich nicht überleben. Zieht man davon nur die Kosten des Handels und der Molkereien ab, bleibt den Bauern bei diesem Preis noch 15 Cent pro Liter. *

Wollen auch Sie die regionalen Betriebe unterstützen, so kaufen Sie dort ein – zu einem fairen und noch immer sehr günstigen Preis. Hier finden Sie die Milchtankstellen in und um Landshut:

Milch und Käse in Unterglaim-Ergolding

Milch, Eier, Nudeln in Piflas / Landshut-Ergolding

Bio-Milch, Eier, Fleisch u.v.m. in Vilsbiburg