Antibiotikamengen von 2011 – 2016 für die Postleitzahlenbereiche 84 -Landshut

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Bei der Ersterhebung der Antibiotikamengen im Jahre 2011 wurden 1.706 Tonnen festgestellt, im Jahr 2016 waren es in Deutschland noch 742 Tonnen. Aber der Einsatz von sogenannten Reserveantibiotika wie Cephalosporine der 1.und 3. Generation sowie Fluorchinolone sind auf dem hohen Niveau von 2011 geblieben und hat sich bei den Fluorchinolonen sogar noch um 10 % erhöht. Mit diesen Reserveantibiotika lassen sich weitaus mehr Tiere behandeln, weil die eingesetzte Dosis pro Tier viel geringer ist, als mit den klassischen Antibiotika.

Der Einsatz von Antibiotika hat sich zwar von 2011-2016 im Postleitzahlenbereich „84“ um  52%  reduziert, aber es ist sicher möglich den Antibiotikaeinsatz noch weiter zu reduzieren. Das ist auch notwendig, denn die Rückstände von antibiotikaresistenten Keimen auf dem Fleisch, besonders beim Geflügel und Schweinefleisch nehmen immer mehr zu.

CODE of SURVIVAL. Die Geschichte vom Ende der Gentechnik

Kinoabend Dienstag 24. Oktober um 20:00 Uhr im Kinopolis, Am alten Viehmarkt 5, Landshut 

14 Millionen Tonnen von Monsantos „Roundup“ mit seinem Hauptwirkstoff Glyphosat werden Jahr für Jahr weltweit auf Felder ausgetragen. Die Giftwaffe wird jedoch stumpf, denn die Natur bildet resistente Unkräuter, die sich in biblischen Ausmaßen vermehren und nun ein Superwachstum an den Tag legen, das Nutzpflanzen überwuchert und abtötet.
Der Film „Code of Survival“ setzt dieser zerstörerischen Landwirtschaft drei biologisch nachhaltige Projekte entgegen. In einer eindrücklichen Montage konfrontiert der Film die heilende Kraft der ökologischen Landwirtschaft mit den Auswirkungen des giftgestützten Anbaus. Im Kern steht die Frage: „In welcher Art von Landwirtschaft liegt der Code of Survival auf unserem Planeten?“

Der Grüne Kreisverband Landshut-Stadt lädt am Dienstag den 24.10.2017 um 20.00 Uhr herzlich zu diesem ungewöhnlichen Filmabend im Kinopolis, Am alten Viehmarkt 5 in Landshut ein. Anschließend findet eine Gesprächsrunde mit folgenden Expertinnen und Experten statt:

Sigi Hagl, Landesvorsitzende Bündnis 90 / Die Grünen Bayern
Kathy Mühlebach-Sturm, 1. Vorsitzende BN-KG Landshut, Mitglied im BN-Landesvorstand
Georg Sachsenhauser, Landwirt, Kreisobmann im Bauernverband
Josef Bauer, Biolandwirt Seepointer Hof, Naturland

Moderation:
Elke Rümmelein, Vorstand Kreisverband Landshut-Stadt Bündnis 90/ Die Grünen

Das Big Business mit dem billigen Fleisch ist ein schmutziges Geschäft.

Noch nie war Schweinefleisch so billig wie heute. Aber ist Fleisch wirklich so billig? Und was hat es mit den durch Gülle verseuchten Böden und Trinkwasserbrunnen zu tun, mit über Steuergelder bezahlten EU-Strafzölle für fehlende Umweltauflagen, mit billigen Lohnarbeitern aus Osteuropa?

Das Big Business mit dem billigen Fleisch ist ein schmutziges Geschäft.

Sehen Sie hier den Film in der Arte Mediathek (externer Link)

Anzeigenserie zur Bundestagswahl

In der Zeit vom 08. März bis zum 02. August 2017 machte das Schutzbündnis mit acht Anzeigen im Landshuter Wochenblatt auf die Missstände und Probleme der intensiven Tierhaltung aufmerksam. Die Leser wurden aufgerufen, mit Ihrer Entscheidung bei der Bundestagswahl am 24. September 2017 ein Zeichen zu setzen für eine andere Landwirtschaftspolitik, die es Landwirten ermöglicht, aus dem „immer-mehr-und-immer-billiger-produzieren-zu-müssen“ auszusteigen.

Im Einzelnen wurden folgenden Themen angesprochen:
März: Trinkwasserprobleme wegen zu viel Gülle auf den Feldern.
April: Glyphosat-der Allestöter soll nicht für weitere 10 Jahre genehmigt werden.
Mai: Tierleid in Mastbetrieben, Enge, Spaltenböden, kupierte Schwänze.
Juni: Artensterben durch flächenhaften Pestizideinsatz.
Juli: Billigfleisch an der Theke liegen lassen.
August: Antibiotikaresistenz – die Natur schlägt zurück

Petition: Stoppt die Gülle-Verschmutzung – Schützt unser Wasser!

Jedes Jahr wird in Deutschland viel mehr Gülle auf den Feldern ausgebracht als Pflanzen und Böden aufnehmen können. Die großindustrielle Agrarwirtschaft ist eine Gefahr für unsere wichtigste Lebensgrundlage: das Wasser.

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft sowie Aktion Agrar, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, die Deutsche Umwelthilfe, der Deutsche Naturschutzring, der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches, Germanwatch, Greenpeace, die GRÜNE LIGA , der Naturschutzbund Deutschland und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di wollen die Nitrat-Verschmutzung der Böden und Gewässer stoppen. Hierzu wurde eine Petition ins Leben gerufen.

Die Petition richtet sich an die Bundesregierung und die Europäische Kommission. Ziel ist es, dass das bestehende Düngerecht verschärft wird.

Unterstützen Sie die Petition gegen die Gülleverschmutzung

 

Gülle-Flut: Trinkwasser in akuter Gefahr

In der Sendereihe QUER berichtet das Bayerischen Fernsehen über die viel zu hohen Nitratwerte in Hohenthann / Niederbayern. Das Trinkwasser muss hier gemischt werden um die Grenzwerte einzuhalten:

BR – QUER – Trinkwasser in akuter Gefahr

und erklärt Christoph Süß als „Güllemädchen“ warum die Nitratbelastung gut ist 😉

BR – QUER – Güllemädchen Rechnung

 

Solidarische Landwirtschaft

Was bedeutet Solidarische Landwirtschaft (Solawi)?

Verbraucher und Erzeuger schließen sich zusammen zu einer Wirtschaftsgemeinschaft (Solawi) und sichern dadurch langfristig die wirtschaftliche Grundlage des Erzeugers, von dem sie ihre landwirtschaftlichen Erzeugnisse wie Gemüse,  Kartoffel, Milchprodukte oder Fleisch bekommen – das ist die Grundidee der Solidarischen Landwirtschaft.

Die Vorteile für die Verbraucher sind dadurch kurzgesagt:
– qualitativ hochwertige frische Nahrungsmittel
– Transparenz über Anbau und Erzeugung
– Einflussmöglichkeit auf Bewirtschaftungsformen, Tierhaltung etc.
– Erfahrungsräume und Bildung durch die Möglichkeit sich Wissen zu erwerben, evtl. auch durch Mitarbeit

Die Vorteile für die Landwirte/innen sind kurzgesagt:
– Planungssicherheit und die Möglichkeit der Unterstützung
– ein gesichertes Einkommen, so dass sie sich einer gesunden Form der Landwirtschaft / Tierhaltung widmen können und so wieder mehr Freude an der Arbeit haben
– es werden kaum mehr Lebensmittel weggeworfen, da Handelsnormen keine Rolle mehr spielen.

Um nun im Landshuter Raum auch eine Solidarische Landwirtschaft entstehen zu lassen suchen wir Verbraucher die bereit / interessiert sind sich daran zu beteiligen. Wenn Sie Interesse haben melden Sie sich bitte bei Klaus Karg unter der E-Mail klaus.karg@kabelmail.de. Geben Sie auch an, an welchen Produkten Sie interessiert sind (Gemüse, Obst, Kartoffel, Brot, Getreide, Milch/ -produkte oder Fleisch). Ebenso können Sie sich melden, wenn Sie sich als Landwirt / Gärtner vorstellen können den wichtigen Teil des Erzeugers zu übernehmen .
Weitere Informationen hierzu unter :  www.solidarische-landwirtschaft.org